Gardaseetraining 18.-22. August 2008 FVR

 

von Rolf

 

Schon zwei Tage vor dem Training ist eine kleine Gruppe von Seglern in Torbole angekommen. Nachdem alle Zelte aufgebaut waren wurden die Boote nach Riva gebracht, gesurft, gebadet und die Stadt unsicher gemacht. Am Sonntag vor dem Training kamen dann auch alle anderen und die Boote wurden schon mal startklar gemacht.

Pünktlich um 10 Uhr standen die drei 29er vom YCN und Anna/Annika vom YCF aufgebaut und umgezogen vor der Slipanlage beim FVR. Unser Trainer stellte sich allen vor und erklärte kurz die Tagesplanung bevor es bei noch leicht wehendem Vento auf’s Wasser ging. Schon nach wenigen Metern setzte die Mittagsflaute ein und wir wurden fast bis nach Limone geschleppt, weil dort die Ora langsamer und harmloser beginnt als ganz im Norden des Sees. Trotzdem kam dank des schönen Wetters eine ordentliche Ora die uns Leichtwindsegler ganz schön forderte. Die italienischen Teams vom FVR hatten da offensichtlich schon deutlich mehr Übung und kamen am Nachmittag zu unserer Trainingsgruppe hinzu. Die Heimfahrt richtung Riva zwischen Hunderten von Surfern bei immer weiter zunehmendem Wind gestaltete sich für einige Teams nicht immer leicht. Angekommen sind jedoch alle. Manchmal im Schlepp, manchmal ohne Großsegel oder Gennaker, aber angekommen sind alle.

Wie es nicht anders zu erwarten war, hatte am Abend meistens kaum noch jemand Lust richtig aktiv zu werden. Es wurde meistens ausgiebig in unserer kleinen Zeltstadt gekocht bevor alle langsam in die Schlafsäcke gekrochen sind um am nächsten Morgen wieder fitt zu sein.

Am zweiten und am dritten Tag war jedes mal etwas mehr Wind als am Vortag. Trotzdem klappte es bei allen Teams immer besser. Gerhard hatte sogar die Möglichkeit vom Motorboot aus Hunderte von Beweisfotos zu machen. Auch unser Trainer filmte uns immer wieder und wir konnten am Abend unsere spektakulärsten Kenterungen auf dem PC bewundern. Das die Verständigung nur auf Englisch funktionierte machte nach einer kurzen Gewöhnungsphase auch keinem mehr etwas aus.

Auch mit den italienischen Segler/innen konnten wir uns anfreunden. Am Donnerstag gab es sogar ein gemeinsames Abendessen. Auch wenn man oft in verschiedenen Sprachen aneinander vorbei geredet hat, war es ein lustiger Abend.

Am Freitag wurden dann alle Teams ein bisschen durchgewechselt. Der Vento hielt an diesem Tag ein bisschen länger und da wir ausnahmsweise schon um 9 Uhr auf dem Wasser gewesen waren mussten wir besonders lange auf die Mittagsflaute warten. Wie jeden Mittag gab es dann wilde Kenterpartys in der Mittagssonne und unser Trainer brachte die Verpflegung vorbei.

Stück für Stück wurde ab Freitag Abend abgebaut und abgereist bis am Sonntag nur noch Chris und ich da waren. Am Donnerstag ging’s auch für uns dann zurück nach Nürnberg, weil das nächste Abendteuer, der SKS Törn, vorbereitet werden musste.

 

Ein super Training mit perfektem Gardaseewind, Sonne, einem top Trainer und jeder Menge Spaß.