Wochenendausflug zum Brombachsee 2008

Tag 1

Samstag, 31.Mai.2008

 

Schon am Morgen machten wir uns in Fahrgemeinschaften auf den Weg zum Brombachsee, um das Schnupperwochenende für den diesjährigen Grundkurs zu beginnen. Um ca. 10 Uhr kamen wir in Ramsberg an. Die anderen waren auch schon da und so wurde das Auto entladen und die Bettenverteilung klar gemacht.

Nachdem erst mal geklärt war, wer in welchem Raum schlief, wurden auch schon gleich die Boote aufgebaut. Zuerst bauten Richi, Regina, Basti, Nici, Günther und ich einen 420er auf. Danach waren die weiteren zwei schnell vom Grundkurs mit Lea und Suse aufgebaut. Nun nur noch schnell 3 weitere Boote, die Laser, aufbauen... leichter gesagt als getan, denn ein großes Hungergefühl in den Mägen machte sich breit.

Um 13. 30 Uhr gab es dann das heißersehnte Essen: Wienerwürstchen mit Kartoffelsalat bzw Ei aus der Pfanne für Lukas und mich als Vegis...

Gestärkt ging es also los zum Segeln. Teams wurden gebildet; zunächst ein Grundkursler zusammen mit einem Regattasegler. Die Boote wurden runter zu den Slipanlagen gezogen und zu Wasser gelassen.

Richi, Suse und ich machten es uns erst mal auf der Albert, dem Clubschiff gemütlich. Mit Funkgerät und Sonnencreme bewaffnet konnte man beruhigt in der Sonne liegen, chilln und den anderen beim Jollensegeln zuschauen.

Nach einer Stunde wurde dann auch schon wild durchgetauscht, von der Albert auf den 420er, vom 420er auf Laser, oder andersrum. Je nach Lust und Laune. Wer wollte, konnte auch bei Lea, Suse und deren Freunden auf der Energie, der roten Gummipflunze, mitfahren.

Am Nachmittag wurde es sehr heiß, sodass die ersten auf die Idee kamen ihre Boote zu kentern um baden zu gehen. Auch auf der Albert ging es heiter zu. Von der Badeleiter aus ins kalte bis lauwarme Wasser zu springen bereitete den Meisten wahnsinnigen Spaß.

Braungebrannt und erschöpft vom Segeln und vom Herumtollen, machten wir uns gegen Abend wieder auf den Rückweg. Die Boote wurden vor das Clubhaus, auf die große Wiese gezogen und abgebaut. Nun war das Ganze nicht mehr so actionreich, da die Masten der 420er nicht mehr gelegt werden mussten. Jetzt konnte geduscht werden. Die nassen Klamotten, Westen und Handtücher lagen quer verstreut vor dem Eingang, wie bei einem Hindernissparcour.

Nun mussten 17 erneut hungrige Mäuler gestopft werden, was Suse und Lea auch ganz gut hinbekamen: An diesem Abend wurde gegrillt und es gab Nudel-, Kartoffel- und gemischten Salat und Champignons mit Käse.

Richi und ich kamen ein bisschen zu spät, wegen dem großen Kugelfisch… bis heute sind wir beide einige der wenige Leute, die Kugelfische in freier Wildbahn im Brombachsee betrachten konnten.

Und weil manche noch viel zu fit waren und es noch taghell war wurde erst einmal ausgiebig Beachvolleyball am Strand gespielt. Nach Einbruch der Dunkelheit machten sich die Meisten wieder auf den Weg zurück zum Clubhaus, wo sie erst einmal sicher vor Stechmücken waren, doch Richi wollte noch baden gehen… Gesagt, getan … Regina und ich standen bei dem Gedanken an das kalte Wasser fröstelnd am Rand und schauten zu, wie Richi sich im Wasser austobte, wie ein junger Hund.

Wieder zurück wurde Richi nicht von Allen als verrückt erklärt, sondern weckte die Badelust, sodass Basti und einige Andere (Richi und ich waren erneut dabei) sich auch auf zum Badestrand machten, um dem beiden beim Baden unter dem hellen Sternenhimmel zusehen.

Gepackt von der Badesucht sind wir schließlich alle zusammen mitten in der Nacht, bei klarem Sternenhimmel, noch einmal runter zum See, aber diesmal Alle in Badesachen.

Nach dem Badespaß war uns mächtig kalt und wir mussten zurückrennen. Das Gras war Kalt und der Weg erst recht.

Jetzt waren aber alle richtig kaputt. Nach dem Duschen gings erst mal in unser chaotisches Zimmer. Aber irgendwie lies es sich zu zwölft nicht so wunderbar darin schlafen. Zu laut, zu stickig und vor allem: Kein Platz. Also mussten alle Grundkursler wieder raus und rauf in deren Betten. Der einzige der blieb war Lukas, was wie wir merkten ein fataler Fehler war. Nach einer knappen Stunde fing er an, so laut zu schnarchen, dass fast alle wieder aufwachten. Regina klatschte in die Hände, das Schnarchen verstummte und ging nach wenigen Minuten wieder von Vorne los. Augen zu und durch…

 

 

Tag 2

Sonntag, 1.Juni.2008

 

Am nächsten Morgen öffnete ich die Tür und konnte mir ein Lachen kaum verkneifen. Günther hatte die ganze Nacht vor der Zimmertür geschlafen weil er das Schnarchen nicht mehr ausgehalten hat.

Nach einem gemütlichen Frühstück bauten wir die Boote wieder auf und neue Mannschaften wurden eingeteilt. Regina, Richi und ich fuhren wieder mit der Albert raus.

Der Tag lief bis zum Mittag ab, wie der erste, mit viel Baden, Kentern und durchtauschen.

Zur Mittagszeit wurden die Boote wieder reingeholt und auf der Wiese vor der Slipanlage abgestellt.

Zum Mittagessen gab es Nudeln mit Hackfleisch- bzw Tomatensoße. Jogurt und Äpfel zum Nachtisch.

Nun ging alles wieder von Vorne los: Teams bilden, Boote aufbauen, Raus fahren.

Wir hatten alle so viel Spaß, dass wir gegen 16 Uhr alle traurig waren, dass wir die Boote nun zum letzten Mal an diesem Wochenende abbauen und nach Hause fahren würden.

Nachdem alles klar zum Transport und wir geduscht waren, musste das allgemeine Chaos im Haus bewältigt werden. Schlafsäcke zusammenrollen, Matratzen zurücktragen… und, und, und …

Das Staubsaugen wollte irgendwie erst keiner so recht übernehmen, so beschlossen wir im Kreis sitzen zu bleiben und einfach zu warten. Nach einiger Zeit war das Ganze dann doch noch geschafft und so wurde Volleyball gespielt. Allmählich trudelten auch schon die ersten Eltern ein, um ihre Kinder abzuholen.

 

 

Das Wochenende war superlustig und hat Spaß gemacht, schade nur, dass es so wenige Brombachseewochenenden gibt. Soweit mein Eindruck…

 

Eure Clara