Crew: Norbert (Skipper), Thomas (Co-Skipper), Basti, Clara, Günther, Lena, Regina und Sophia
Route: Heiligenhafen - Bagenkop - Sønderborg - Svendborg - Nyborg - Stubbekøbing - Burgstaaken
Seemeilen insgesamt: 255
Schadesbericht vom Sturmtag, den 11. Juni
von Thomas
Während dem Jugendtörn ist in einer Sturmfront mit Windstärke 11–12 folgendes passiert. Hier der Schadensbericht an die Versicherung:
Auf dem Rückweg von Stubbeköbing in Dänemark nach Heiligenhafen, den wir wegen Sturmwarnung für das Seegebiet westliche Ostsee für die nächsten zwei Tage vorzeitig am Donnerstag 11.6. angetreten hatten, erhielten wir eine Sturmwarnung gegen 16.00 Uhr für das Seegebiet zwischen Flensburg und Fehmarn über Funk. Wir waren mit Groß im zweiten Reff und laufender Maschine etwa 5–7 Seemeilen östlich vor Fehmarn, als uns der Sturm gegen 18.00 Uhr erreichte. Der Wind hatte von NE mit Stärke 3–4 auf NW mit Stärke 8 gedreht und erreichte schnell zunehmend Stärke 10 mit Böen bis 12. Die an der Steuerbord-Reling festgelaschte Fock 1 konnten wir aus Sicherheitsgründen nicht mehr abschlagen. Im Laufe der Fahrt wurde sie im vorderen Teil durch Wind und See von den Bändseln gelöst und Vorliek und Kopf flatterten im Wind, sodass es zu erheblichen Schäden im oberen Drittel des Segels kam. Wir versuchten, den in Luv liegenden Hafen Burgstaaken auf Fehmarn unter Mithilfe der Maschine zu erreichen. Wir hielten Kontakt zur Seenotleitstelle Bremen und dem Seenotrettungskreuzer John T. Essberger, um Nachzufragen, ob der Hafen überhaupt anzusteuern sei. Wir bekamen die Rückmeldung, dass dies klar ginge.
Um 19.30 Uhr fiel unsere Maschine aus. Erneute Startversuche misslangen. Die Ursache konnte zunächst nicht geklärt werden. Erst später stellten wir fest, dass die Leine vom zweiten Reff ausgerauscht war und an Backbord außenbords in die Schraube gelangte. Da wir ohne Maschine einen sicheren Hafen nicht erreichen konnten, forderten wir über die Seenotleitstelle RCC Bremen Schlepphilfe an. Gegen 20.15 Uhr kam uns der Seenotrettungskreuzer John T. Essberger zu Hilfe. Nach Bergen des Großsegels wurde eine Schleppleine übergeben und der Rettungskreuzer brachte uns in Richtung Burgstaaken. Vor dem Hafen übernahm das Tochterboot Elsa das Schleppen in den Kommunalhafen, wo wir an der Fischereipier um 21.50 Uhr festmachen konnten.
Insgesamt stellten wir sturmbedingt folgende Schäden fest: Fock 1, nach Auskunft von zwei Segelmachern Totalschaden. Bugkorb und vordere Relingsstützen an Steuerbord eingedrückt und Decksschrauben gelöst. Leine in Schraube – durch Taucher am Freitag in Burgstaaken entfernt. Der Motor sprang nach Lösen der Leine nicht an, sodass wir durch Fachwerkstatt Filter und Treibstoffleitung reinigen ließen.











































































































































































