Jugendtörn 26. Mai - 2. Juni 2007

Crew: Norbert (Skipper), Thomas (Co), Eva, Melissa, Ines, Joachim, Jens und Simon

 

Route: Heiligenhafen -- Bagenkop (Langeland) -- Sönderborg (Als) -- Faaborg

(Fünen)-- Lohals (Langeland) -- Stubbeköbing (Falster) -- Kühlungsborn

(Mecklenburg-Vorpommern) -- Heiligenhafen

 

Seemeilen insgesamt: 303

 

 

 

Durch die dänische Südsee

Segeln kann anstrengend sein: Unser Start am Samstag wurde eine harte Kreuz in Richtung Norden bei zunehmendem Wind bis Stärke 6. Etwas geplättet kamen wir in Bagenkop gegen 22:30 in einem überfüllten Hafen an. Es war ja das Pfingstwochenende. Aber wir bekamen noch einen komfortablen Platz im Fischereihafen. Abendessen: Gulasch mit Spätzle.

 

Am Sonntag war Wind und Wetter gemäßigter und wir konnten raumschots unseren Kurs nach Sonderburg auf der dänischen Insel Als abstecken. Wir machten im Hafen südlich der Brücke im Dreier-Päckchen fest. Leichter Nieselregen, aber eine schöne Stadtsilhouette. Abendessen: Topf a la Mancha (spanischer Gemüsetopf mit Schinken, Spiegelei und Baguette).

 

Bei leichtem Nebel starteten wir am Montagmorgen und passierten die Hebebrücke in Sonderburg um 10:42 Uhr um den Alssund nach Norden hinaufzufahren. Das Wetter besserte sich und wir querten den Kleinen Belt bei NW bis N 1-2 und richteten unseren Bug gen Faaborg auf Fünen. Zwei Schweinswale beäugten uns kurz im Belt und umrundeten die Lone Star noch einige Male in einiger Entfernung. Im alten Fischereihafen von Faaborg machten wir hinter einem großen niederländischen Zweimaster fest.

Abendessen: bunter Salat, Tortellini mit Tomatensoße.

 

Nach ausgiebigem Frühstück und Ergänzung unseres Proviants ging es weiter in Richtung Osten. Bei anfänglichem Regen kreuzten wir in den Svendborgsund. Das Wetter besserte sich und wir konnten die Strecke im Langelandskanal bei Ostwind 2-3 unter Vollzeug absolvieren. Dann ging’s hart Steuerbord in den idyllischen Fischereihafen von Lohals.

Abendessen: Hähnchenfilets auf Gemüsebeet mit Rosmarinkartoffeln.

 

Am frühen Mittwochmorgen wehte noch eine steife Brise aus West und wir banden ein Reff ins Groß. Unser Kurs führte uns über den Großen Belt in Richtung Smålands Fahrwasser, vorbei an der Insel Omø. Der Wind flaute auf moderate 3-4 Windstärken aus West ab und unser Kurs führte uns weiter in den Grönsund nach Stubbeköbing.

Traditionell legten wir im Fischerhafen längsseits gleich hinter einem Fischkutter an..

Abendessen: Gemüsereis und Softeis. Anschließend romantische Abenddämmerung.

In der Nacht weckten uns Motorengeräusche. Eine Yacht unter Luxemburger Flagge ging bei uns längsseits. Der Skipper berichtete mir kurz, dass sie in der Nacht nahe der schwedischen Küste eine Kollision mit einem Frachter hatten und nun ohne Kartenmaterial des Grönsundes mit Hilfe einer anderen Yacht hier herein gefahren sind. Am nächsten Morgen sahen wir dann das ganze Ausmaß der Kollision. Der Bug mit Ankerkasten war völlig zerstört.

 

Donnerstag: Zunächst schwacher Ostwind, sodass wir erst Mal unter Maschine in die Ostsee dampften. Dann ging’s gen Süden mit zunehmendem Ostwind 2-3, der später sich auf 4 Windstärken einblies. In Abstimmung mit der Crew entschlossen wir uns Dänemark zu verlassen und Kühlungsborn in Mecklenburg Vorpommern anzusteuern. Da wir wussten, dass die Gegend um Heiligendamm wegen des G8-Gipfels bereits gesperrt war, vergewisserten wir uns telefonisch beim Hafenmeister, ob wir den Hafen noch anlaufen konnten. Es ging flott voran. Wir querten die Dampferroute an der Kadettrinne (natürlich außerhalb des Verkehrstrennungsgebietes), wichen noch einigen dicken Pötten aus und bald schon kam Land in Sicht. Mit der Landsichtung nahm polizeilicher Verkehr rings um uns stark zu. Wir wurden von Polizeibooten zwei Mal kontrolliert, ein Mal freundlich, ein Mal na ja …

In Kühlungsborn angekommen erlebten wir in Sichtweite von Heiligendamm die geballten Vorbereitungen zum Gipfel. Überall Polizei in allen Varianten, Presse, das Fernsehen mit Wagenburgen und Übertragungswagen. Zu Abendessen ein schöner Sonnenuntergang und Penne Rigata a la Bolognese.

Danach Bummel durch die überwachte Stadt.

 

Unser letzter Segeltag führte uns dann entlang der Küste, weg vom Gipfel bei stetem Nordost unter Blister bis zur Fehmarnbrücke. Ein schöner Abschluss für diesen Jugendtörn. Nachdem wir in Heiligenhafen getankt und die Yacht sauber gemacht hatten, ging’s traditionsgemäß zum Abschlussessen nach Heiligenhafen. Danach noch ein Bummel durch die kleine Stadt mit Stopp in einer Eisdiele.

Schön war’s!! Wieder ein Mal ein toller Törn mit einer super Crew!

 

Mast & Schotbruch

Norbert

 

Bilder von Norbert

Bilder von der Jugend