Jugendtörn 10. -17. Mai 2008

Thomas, Norbert, Felix, Regina, Basti, Nici, Clara und Günther

Crew: Norbert (Skipper), Thomas (Co-Skipper), Basti, Clara, Felix, Günther, Nici und Regina

 

Route: Heiligenhafen - Bagenkop - Lohals - Kerteminde - Bogense - Assens - Bagenkop - Heiligenhafen

 

Seemeilen insgesamt: 263

 

 

von Günther Probst

 

 

Tag 1: Samstag, 10. Mai 2008 (Heiligenhafen > Bagenkop)

In Heiligenhafen angekommen suchen Felix und ich uns gleich unsere Kojen aus. Da Basti, Clara, Nici und Regina noch unterwegs waren hatten wir noch die große Auswahl. Nachdem wir unser Zeug verstaut hatten fuhren wir mit Thomas in die Stadt um für den Törn einzukaufen. Norbert machte in der Zeit die Lone Star klar. Zurück im Hafen, kamen auch schon die anderen. Zusammen mit ihnen brachten wir ihr Gepäck und die Verpflegung an Bord.

Nachdem die anderen ihr Zeug an Bord gebracht hatten, machten wir ein Rundgang an Bord und uns wurde alles gezeigt. Über Backskisten, Kühlschrank, Notsignale, Rettungswesten bis hin zur Rettungsinsel.

Nach einer kurzen Debatte ob wir noch nach Dänemark segeln wollen (da es schon später Nachmittag war) oder nur vor Heiligenhafen und morgen nach Dänemark, entschieden wir doch gleich nach Bagenkop in Dänemark zu schippern.

Um ca. 16 Uhr fuhren wir dann anfangs mit Motor durch die Hafenausfahrt Richtung Dänemark, doch sobald wir etwa einen Kilometer vom Festland entfernt waren hissten wir auch schon die Genua I und das Großsegel. Nach einer Stunde setzten wir dann zum ersten Mal den Blister. Als die Sonne am Horizont verschwand, verschwand auch der Wind und wir strichen alle Segel und fuhren noch eine Stunde unter Motor nach Bagenkop.

Um 22.30 Uhr legten wir dann längsseits in Bagenkop fest.

 

Abendessen: Chili con Carne
Wind: E 2-3 Bft.
max. Speed: 7,3 Kn unter Segel
Sonstiges: Angel in der Ostsee abgetaucht
   
Die ersten an Bord fühlen sich schon wohl
Essen und Trinken für den Törn
Rundgang an Bord


Genua I setzten
Günther steuert

Clara steuert

Norbert und Basti am Kartentisch
Thomas kocht uns das erstes Abendessen an Bord der Lone Star

die vor Kurzem gestrandete Mona Lisa

die Sonne geht unter...



Basti steuert bei Nacht

Tag 2: Sonntag, 11. Mai 2008 (Bagenkop > Lohals)

Ab zweiten Tag wurden wir dann von Norberts Musik geweckt und gingen nacheinander alle duschen. In dieser Zeit besorgte Thomas Brötchen für unser Frühstück. Um zehn Uhr legten wir dann unter Motor ab. Um 12 Uhr fuhren wir bereits im Fahrwasser Richtung Marstal. Etwa 2 Stunden danach schalteten wir unseren Motor aus und fuhren unter Segel weiter. Am späten Nachmittag kreuzten wir im Langelandbelt. Eine Stunde danach strichen wir unsere Segel und fuhren unter Motor Richtung Lohals. Dort machten wir dann um 19.20 Uhr längsseits fest.

 

Abendessen: Penne mit einem Gurken-Tomaten-Salat
Dessert: Honigbananen mit Schokosplitter
Wind: N 1-2 Bft.
max. Speed: 7,3 Kn unter Segel
   

Tag 3: Montag, 12. Mai 2008 (Lohals > Kerteminde)

Am dritten Tag lief der Morgen genauso wie am Tag zuvor. Um 9.20 liefen wir bereits unter Motor aus und setzten bald danach die Genua. Kaum war sie oben schlief der Wind ein und wir strichen die Genua wieder. Um 12 Uhr passierten wir die Großen-Belt-Brücke. Dann hatten wir endlich mal guten Wind und wir setzten Groß und Genua. Nach guten zweieinhalb Stunden legten wir dann in Kerteminde an. Da es noch Nachmittag war verstreuten wir uns im Hafengebiet. Die einen gingen Angeln die anderen besichtigten den Hafen und die Boote und wieder andere blieben an Bord der Lone Star. Aber da wir mit unserer Angel nichts gefangen haben verlies uns die Lust und wir spielten auf einem Parkplatz eines Supermarktes Fußball. Leider dauerte es nicht lange, bis der Ball auf dem Dach des Supermarktes landete. Felix kletterte auf das Dach und suchte den Ball. Satt einen Ball fand er aber leider nur dutzende tote Tauben. Also kam er wieder vom Dach herunter. Wir suchten das ganze Gelände um den Markt herum ab aber fanden den Ball nicht. Am Rückweg zur Lone Star schien es so, dass uns die ganze Zeit ein Däne uns aus einem kleinen parkendem Auto mit seiner Familie beobachtete. Wir entschieden uns dann kurzfristig auf Drei alle ihm zu Winken. Das taten wir dann auch. Eine Antwort bekamen wir von ihm auch: einen Gruß mit dem Mittelfinger! Zurück auf der Lone Star erklärte uns Norbert, dass die Dänen immer so freundlich seien und der Gruß nur ein freundliches "Frohe Pfingsten" heißen sollte. Um kurz vor Mitternacht spielen wir dann alle mal Poker. Denen, die es bis dahin nicht konnten wurde es von Felix und Basti erklärt. Gegen 1.30 Uhr ging es dann in die Kojen.

 

Abendessen: Zwiebelsuppe
Dessert: Kaiserschmarrn
Wind: morgens NW 1-2 Bft.
später NNE 3-4 Bft.
max. Speed: 7,9 Kn unter Segel
Sonstiges: "freundliches" Grüßen eines Dänen
   
Routenplanung














Das Muschelboot in Kerteminde

Moped fahren verboten

Tag 4: Dienstag, 13. Mai 2008 (Kerteminde > Bogense)

Die ganze Nacht hindurch fegte ein starker Wind und die Fender der Lone Star quietschten die ganze Nacht durch und die Falle schlugen die ganze Zeit gegen den Mast, obwohl ich sie nach Mitternacht noch weiter vom Mast weggebunden habe.

Am Morgen ging es bei eisigem Wind Richtung Waschraum wo wir uns umso mehr auf eine heiße Dusche freuten. Wie immer besorgte Thomas uns in der Zeit frische Brötchen.

Diesmal frühstückten wir ausnahmsweise nicht wie sonst auf dem Deck oder am Steg, sondern unter Deck, da es immer noch sehr frisch war.

Um 9.40 legten wir dann, mit Ölzeug, Gummistiefeln und Schwimmwesten in Kerteminde ab und setzten als wir aus dem Hafen waren segelten wir sofort mit dem Groß und eine halbe Stunde später auch mit der Genua III. Um 11 Uhr tauschten wir die Genua III mit der Genua I aus.

Gegen Nachmittag verlies uns der Wind aber ein wenig und segelten dann bei strahlender Sonne weiter nach Bogense, wo wir dann um 17.40 anlegten.

Kaum hatten wir angelegt räumten wir unter Deck kurz auf und besichtigten die Hafenanlage von Bogense und hofften ein Geschäft zu finden, das Bälle verkauft. Ein solches Geschäft fanden wir aber leider nicht also gingen wir wieder zurück zur Lone Star wo es bald essen gab.

Gegen Abend machten wir alle noch einen kleinen Ausflug in die Stadt in eine dänische Eisdiele. Dem Preis nach war das ein LUXUS-Eis. Und gingen wieder zurück Richtung Hafen. Die einen gingen an den Strand und die anderen setzten sich an einen einsamen Steg oder gingen einfach an Bord.

 

 

Vorspeise: Pudding und dänisches Gebäck
Abendessen: Tortellini und Ravioli
Dessert: Eis in der Stadt
Wind: morgens ESE 4 Bft.
später SE 3 Bft.
max. Speed: 8,4 Kn unter Segel
Sonstiges: 2 Schweinswale gesichtet
   

Tag 5: Mittwoch, 14. Mai 2008 (Bogense > Assens)

Gut ausgeschlafen, geduscht und gefrühstückt ging es am Mittwoch um 9.50 los. Nachdem wir 20 Minuten Gebrauch von unserem Diesel-Motor machten, segelten wir unter dem Groß und dem Blister. Gegen Mittag fuhren wir dann in den Kleinen Belt Richtung Süden ein, wo wir dann mit Genua I und Groß weitersegelten. Nach zwei Halsen brachten wir auf Vor-Wind-Kurs einen Bullenstander an und schifteten dann bald die Genua. Um 14.30 Uhr verlies uns dann der Wind ganz und wir fuhren unter Motor ungefähr eine Stunde weiter Richtung Süden.

Gegen 20.30 Uhr machten wir längsseits am Ende eines Stegen fest.

 

Abendessen: Gemüsereis
Dessert: Grützen aller Art
Wind: anfangs NE 0-4 Bft.
abends SSW 2-3 Bft.
max. Speed: 6 Kn unter Segel
Sonstiges: über 5 Schweinswale gesichtet
aus Versehen Seestern gefangen und wieder freigelassen
   

Tag 6: Donnerstag, 15. Mai 2008 (Assens > Bagenkop)

An diesem Morgen standen wir etwas früher auf und liesen uns dafür beim Duschen mehr Zeit. Trotzdem kamen wir nach einem ausgewogen Frühstück erst um 9.50 Uhr aus dem Hafen.

An diesem Tag kreuzten wir sehr viel, da der Wind gegen Mittag vom Süden kam, in Richtung Aero. Aber das störte uns nicht und wir legten uns mit unseren Schlafsäcken ins Cockpit. Gegen Abend fingen wir in der Ostsee einen Hornhecht, der 30 cm lang war. Nach den Überzeugungskünsten von Basti und Nici bereitete Norbert ihnen den Hornhecht in Olivenöl angebraten und Knoblauch zu. Um 21 Uhr holte ich als "Flaggenrechtsexperte" unsere Nationalflagge am Heck und die Gastlandesflagge von Dänemark unter der Steuerbordsaling ein und setzte die Positionslichter. Um 21.45Uhr wurde uns der Wind zu schwach und wir fuhren unter Motor weiter in Richtung Bagenkop. Um 22.15 Uhr legten wir dann längsseits wieder in Bagenkop an. Kaum angelegt, machten wir uns gleich auf den Weg durch den Hafen und auch auf den Aussichtsturm. Um ca. 23.30 Uhr waren wir wieder zurück an Bord. Um 0:30, nach ein paar Runden Poker, dachten wir schon, dass Norbert der Gewinner sei. Nur Basti spielte mit ein paar Groschen noch mit ihm. Norbert dachte aber, dass wir uns in unsere Kojen legen sollten, weil der kommende Tag noch lange und anstrengend sei und lies Basti das ganze Geld (leichtsinnigerweise) gewinnen. Basti denkt auch heute noch, dass Norbert ihn nicht gewinnen lassen wollte... ;)

 

Mittagessen: Paprikatomaten und Gemüse auf dänischen Brötchen
Abendessen: gebratener Hornhecht mit Knoblauch oder
Aubergine und Rosmarinkartoffeln
Wind: morgens W 1 Bft.
später S 2-3 Bft.
max. Speed: 6,4 Kn unter Segel
Sonstiges: über 6 Schweinswale gesichtet
einen Hornhecht geangelt und gegessen
   

Tag 7: Freitag, 16. Mai 2008 (Bagenkop > Heiligenhafen)

Wie auch die vorherigen Tage standen wir diesmal zum letzten Mal auf dänischem Boden auf, duschten uns alle, und frühstückten gemütlich. Um kurz nach 10 Uhr verliesen wir den dänischen Hafen Bagenkop. Wir motorten 2 Seemeilen vor den Hafen und setzten dann Groß und den Blister. Um 11:45 Uhr näherten wir uns dann dem Fahrwasser Kiel-Oslo als uns ein Frachter den Weg zu versperren schien. So fuhren wir ein riesiges Ausweichmanöver um diesem Frachter. Gegen 16 Uhr strichen wir den Blister und setzten stattdessen die Genua I. Nach einer viertel Stunde näherten wir uns schon langsam dem Fahrwasser vor Heiligenhafen und entschieden uns jetzt alle Segel herunterzuholen und nach Heiligenhafen zu motoren. Um etwa 17 Uhr fuhren wir im Fahrwasser vor Heiligenhafen Richtung Tankstelle, wo wir unseren Treibstofftank randvoll auftankten. Gleich danach fuhren wir in unsere Box, wo wir auch gleich den Wassertank auffüllten. Bis es draußen dämmerte liefen wir entweder am Strand herum oder fingen schon mal an unser Gepäck zusammenzupacken. Fürs Abendessen ging es in ein Restaurant im Hafen, wo ich die "stabilen" Stellwände gleich ausprobieren musste... Naja wie dem auch sei. Danach gingen wir noch vom Rest der Bordkasse Eis essen in Heiligenhafen.

Abendessen: verschiedenes im Restaurant im Heiligenhafener Hafen
Wind: morgens NW 3-4 Bft.
später NW 1-2 Bft.
max. Speed: 7,2 Kn unter Segel
Sonstiges: noch einen Hoirnhecht fast eingefangen
eine Pütz in der Ostsee abgetaucht