Jugend SKS Törn 30. August bis 6. September 2008

 

Crew: Rolf (Skipper), Lutz (Co), Meli, Eva, Sanja, Jens und Chris

 

Route: Heiligenhafen – Bagenkop – Svendborg – Aeresköbing – Marstal – Heiligenhafen

 

 

von Rolf

 

Eva und Lutz sind schon in Heiligenhafen als wir anderen um ca. 8.30 Uhr an Steg 12 ankommen. Das Gepäck wird verstaut, die Kojenbelegung ausgelost und das Schiff wird erklärt. Dann kann es los gehen. Bei sonnigem Wetter und ca. 2-3 Windstärken stellt sich das Kreuzen gegen Norden als zähe Angelegenheit heraus. Nach ca. 2 Stunden lies der Wind noch mehr nach. Da wir unserem Ziel erst 5 sm näher gekommen waren musste der Motor uns die letzten Meilen nach Bagenkop bringen. In der Dämmerung macht ein Schiff bei uns fest und wir nutzen die Gelegenheit um eine Runde Bier aus zu handeln. Aus einer Runde werden schnell zwei oder drei und so hatten wir schon an diesem Abend neue Freunde gefunden.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Svendborg. Das Highlight dieses Tages waren wohl die Schweinswaale die uns ein Stückchen verfolgten. Am Abend wollten Jens und Eva unbedingt am Mast hochgezogen werden. Erst nach ca. 20 Minuten wurden die beiden jeweils wieder runter gelassen.

Am Dritten Tag lag unser Schwerpunkt zum ersten mal bei den für den SKS-Schein nötigen Manövern. Vor Aeresköbing konnten alle ihre Segelmanöver üben. Am Abend im Hafen trafen wir wieder das Schiff vom ersten Abend. Diesmal lag es an uns die andere Crew einzuladen.

Vor dem Auslaufen mussten erst alle Prüflinge in Aeresköbing Ein – und Ausdampfen und unendlich viele Kreisel drehen. Bei mittlerweile 4-5 Windstärken wurden danach noch mal alle Segelmanöver getestet. Da die Crew viel Lust auf Segeln hatte entschlossen wir uns nicht den kürzesten Weg nach Marstal zu nehmen, sondern einmal um Aerö zu segeln. Nachdem wir bei dem südlichen Wind die schützende Küstenlinie der Insel verlassen hatten mussten wir bei etwa 5-6 Windstärken gegen die ca. 1,5 Meter Wellen ankreuzen. Ganz zur Freude unserer Crew, die komplett durchgenässt auf dem Vorschiff saß. Der Wind legte im Lauf des Nachmittags immer weiter zu, so dass wir am Ende bei 7 Windstärken in Marstal eingelaufen sind. Das Wetter wurde immer schlechter und in der Nacht hat der weiterhin kräftige Wind mächtig an unserem Schiff gezerrt.

Am nächsten Morgen hatten wir noch 0,00 Meter Wasser unter dem Kiel. Schon in der Box wurden zwei Reff eingebunden bevor wir uns aus dem Schlamm wühlten. Mit einem langen Schlag hoch am Wind ging es dann bei 7-8 Bft und 2m Welle Richtung Heiligenhafen. Ein wilder Ritt mit bis zu 8 Knoten bei dem alle mächtig durchgeschüttelt wurden. Am Abend hatte keiner mehr Lust die Lichter vor Heiligenhafen vom Wasser aus zu beobachten.

Am Donnerstag wurde wieder kräftig für die Prüfung geübt. Bei immer noch 6 Bft klappten irgendwann alle Manöver. Mittags wurde geankert und gekocht und am Abend war schnell Ruhe an Bord.

„Aufstehn es ist Prüfung“ war der schrille Klingelton den Chris für uns aufgenommen hatte. Schiff aufräumen, Bier verstecken, Nervosität unterdrücken, los geht’s. Nach 1,5 Stunden ist alles vorbei, bestanden, alle, klaro.

We are the champions schallt es laut aus den neuen Lautsprechern als wir stolz wieder in Heiligenhafen einlaufen.

Schiff putzen, ausladen und einkaufen für die Feier am Abend, dann geht es noch mal los nach Orth. Ein entspannter Ausflug bei 3 Bft mit dem Futterkutter als Ziel.

Ein Abendessen für alle war noch in der Bordkasse und danach wurde kräftig gefeiert.

 

Ein toller Törn mit viel Wind und vier bestandenen Prüfungen.

 






auch die kleinen bekommen alles gezeigt

Eva bei ihrer Lieblingsbeschäftigung



Jens hängt oben am Mast
Chris ist bereit für schweres Wetter


Die Crew auf dem Vorschiff
genießt
jede
Welle

nach dem Umziehn



im Hafen im Schlamm
gute Aussichten
7-8 Bft

Der Morgen vor der Prüfung
und der Ausflug danach