Conger - Großer Preis der Sparkasse Nürnberg - 24./25. Juni 2006
Regattabericht von Manfred Fritsche, Reviervertreter des BSV
RAMSBERG (mef) – Das zweitbeste Conger-Team Deutschlands gewann den "Großen Preis der Sparkasse Nürnberg" auf dem Brombachsee. Revierbeste wurden Max Faltermeier und Wolfgang Wiech auf dem vierten Rang.
Mehr als die Hälfte der 20 teilnehmenden Boote beim "Großen Preis der Sparkasse Nürnberg" des Yachtclub Noris kamen von auswärtigen Revieren in ganz Deutschland, um ein letztes Mal die Verhältnisse auf dem Großen Brombachsee zu testen, auf dem Anfang September die Deutsche Meisterschaft dieser Klasse ausgetragen wird. Der erste Wettfahrttag war mit Sonnenbaden ausgefüllt. Wettfahrtleiter Günther Baumgärtner von der Wassersportgemeinschaft Altmühl-Brombachsee unternahm zwar einige Startversuche bei divergierendem Schwachwind, brach dann ab und setzte Startbereitschaft bis 19 Uhr an. Da sich kein segelbarer Wind mehr zeigte, ging der erste Tag ohne einen Wertungslauf zu Ende.
Bereits um neun Uhr hatte der Wettfahrtleiter die Startbereitschaft für den zweiten Wettfahrttag angesetzt, um eventuell mehrere der ausgeschriebenen vier Wettfahrten zu segeln. Immerhin fehlten einigen der Mannschaften noch Wertungsläufe, um die Zulassung zur Deutschen Meisterschaft zu erhalten. Der leicht kräuselnde Wind ließ die Aktiven Hoffnung schöpfen und alle 20 Boote folgten dem Startschiff auf die ausgelegte Regattabahn. Im Laufe der ersten Wettfahrt wurde der Wind immer stärker, so dass Baumgärtner gleich den zweiten und dritten Wertungsdurchgang anschließen konnte, bei dem letztlich dann Windstärke drei aus Ost zügiges Segeln erlaubte. Auf den noch möglichen Streichdurchgang verzichteten die Sportler mit Rücksicht auf ihre von Norddeutschland angereisten Segelkameraden.
Bei der Siegerehrung dankte der Präsident des Yachtclub Noris Peter Hertlein, der selbst aktiv mitgesegelt war, allen Startern für den fairen Wettkampf auf dem Wasser. Neben den Sachpreisen, die alle Teilnehmer erhielten, überreichte er den Wanderpokal an Matthias und Benedikt Goeken vom Segler-Verein Paderborn, der derzeit zweitbesten deutschen Mannschaft in der Rangliste. Diese hatten je einen ersten, einen zweiten und einen dritten Rang ersegelt und brachten damit sechs Wertungspunkte in das Gesamtergebnis ein, bei dem die Platzierung nach dem so genannten "Low-Point-Verfahren" vergeben wurde – die Mannschaft mit den wenigsten Punkten ist Sieger. Den zweiten und dritten Rang belegten Michael Altmann / Elvira Schulze und Eberhard Schiller / Valentin Petters – beide vom Segelclub Hochheim / Hessen. Vierte und damit Revierbeste wurden Max Faltermeier / Wolfgang Wiech vom Yachtclub Eolus Weißenburg, die vor diesem Rennen auf Platz 16 der Rangliste standen.
52 Schiffe stehen derzeit auf der Startberechtigungsliste für die Deutsche Meisterschaft, die der Yachtclub Frankonia vom 4. bis 7. September ausrichten wird. Die Anwärterliste umfasst noch einmal 59 Schiffe, die durch eine entsprechende Anzahl von Wettfahrten die Teilnahmeberechtigung noch ersegeln könnten – davon haben fünf dieses Ziel mit der Regatta erreicht. Alle werden zwar nicht zur DM anreisen, aber von Seiten der Klassenvereinigung wird dann mit etwa 45 teilnehmenden Booten gerechnet.


