Größte süddeutsche Europe-Regatta

RAMSBERG (mef) – Mit 24 Teilnehmern war der „Europe-Trichter“ auch in diesem Jahr die größte süddeutsche Regatta in der ehemaligen Damen-Olympiaklasse. Die Siegerin hieß wieder einmal Birgit Beyer aus Leopoldshafen, die einzige mittelfränkische Teilnehmerin, Janine Dorn aus Hersbruck, konnte sich bei nur zwei Starts einen guten 13. Rang ersegeln.

Nach ihren Siegen beim „Europe-Trichter“ des Yachtclub Noris in den Jahren 2002 und 2003 sowie einem dritten Rang 2004 lieferte Birgit Beyer von der Seglerkameradschaft Leopoldshafen bei der diesjährigen Regatta auf dem Großen Brombachsee mit den Einzelsiegen in allen vier Wertungsdurchgängen ein fehlerloses Ergebnis ab. 24 Seglerinnen und Segler aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern bildeten das größte Starterfeld dieser Klasse in Süddeutschland in der noch laufenden Saison 2006, in der bei einigen Veranstaltungen gerade die für die Ranglistenwertung notwendigen zehn Starter zusammen kamen, einige Regatten mussten gar mangels Teilnehmer abgesagt werden.

Wenig Probleme hatte auch Wettfahrtleiter Axel Weeting vom Yachtclub Noris mit den Wind- und Wetterverhältnissen. Bei stabilem Nordostwind der Stärke drei am ersten Wettfahrttag konnte er in Folge drei Wettfahrten durchführen, der vierte Lauf auf dem Dreieckskurs als Streichwertung für jeden Segler war dann bei Sonnenschein und etwas schwächerem Wind am zweiten Tag fast nur noch eine Formsache.

Jens Morscheid, Regionalobmann für Baden Württemberg, ehrte als Vertreter der Europe-Klassenvereinigung zudem Birgit Beyer mit dem Preis für die beste süddeutsche Seglerin der Saison 2006. Einzige mittelfränkische Starterin war Janine Dorn aus Hersbruck, die für den Hilpoltsteiner Segelsportclub in das Rennen ging. Aus beruflichen Gründen konnte sie nur an zwei Wertungsläufen teilnehmen, erreichte dort die Plätze acht und vier, was zu einem 13. Rang im Gesamtklassement ausreichte.

Vorbildlich verhielt sich bei der Veranstaltung ein Freizeitsegler, der die Kenterung einer Seglerin beobachtete. Da sich das Mädchen dabei leicht verletzt hatte, nahm er sie auf seinem Schiff auf und sicherte auch das Boot der Regattateilnehmerin, bis die Regatta-Sicherungsboote der an der Unglücksstelle eintrafen.