Noriscup 2008 - Die große Generalprobe

von Rolf

 

Mit einer neuen Bootsklassen, dem 29er, kam im letzten Jahr auch eine neue Regatta in den Kalender des YCN – der Noriscup. Im Mai 2007 trafen sich erstmals zehn 29er in Nürnberg um auf dem kleinen Dutzendteich, mitten in der Stadt, eine Regatta auszutragen. Natürlich konnte das Revier, mit seinen drehenden Winden und den zu diesem Zeitpunkt stark verbreiteten Algen, den hohen Ansprüchen der 29er-Klasse nicht gerecht werden. Deshalb wurde von Seiten des Vereins auch viel Wert auf das Rahmenprogramm gelegt und vor allem die Vorteile einer Straßenbahnhaltestelle am Segelverein aufgezeigt.

 

Ein Jahr und einige Monate später durfte der YCN im Oktober 2008 erneut eine 29er Regatta ausrichten. Diesmal im Regattazentrum am Großen Brombachsee in Ramsberg. Zwar sollte auch diesmal das Rahmenprogramm besonders schön werden, im Mittelpunkt stand jedoch der reibungslose Ablauf der Wettfahrten auf dem Wasser.

 

Doppelt so viele Teams wie im Vorjahr konnten aus dem Süden Deutschlands nach Franken gelockt werden. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Regatta deshalb geschenkt, weil sie eine Art Generalprobe für eine noch größere Veranstaltung sein sollte: der Internationalen Deutschen Meisterschaft der 29er im Jahr 2009.

 

Dank unserer zwei aktivsten 29er Segler (Jens und Simon) waren alle Crews schon bestens über den Ablauf der Veranstaltung informiert und reisten mit entsprechend hohen Erwartungen größtenteils schon am Freitag an.

 

Am Samstag Mittag ging es nach einer kurzen Begrüßung gleich auf´s Wasser, da die Windvorhersage für das Wochenende von Stunde zu Stunde schlechter wurde. Pünktlich um 14 Uhr war der erste von insgesamt vier Starts, die in möglichst kurzen Abständen aufeinanderfolgten. Zwar waren die schwachen 0,5-2 Windstärken aus südöstlicher Richtung nicht ganz befriedigend, aber der Wetterbericht sollte mit seiner Prognose recht behalten. Kalt und trüb ging der Samstag gegen 17.30 Uhr zu Ende; wenigstens auf dem Wasser.

 

Ab 19 Uhr begann das große „Essen“. Burger zum selber belegen - all you can eat. Bzw. all you can find ... weil, wie sich später herausstellte, befanden sich im Gefrierfach noch Zutaten für über 60 weitere Burger. Trotzdem sind wohl alle satt geworden. Nach dem Essen öffnete die Bar mir alkoholfreien Cocktails und Bionade. Für die Größeren gab es sogar etwas Bier und „echte“ Cocktails.

 

21 Uhr. Tombola. Die Preise waren in diesem Jahr ein bunter Haufen an verschiedensten Dingen von den unterschiedlichsten Sponsoren. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die Unterstützung. Die Preise reichten von Schlüsselanhängern und Stiften über Pullis, Segelhandschuhe, Politur und Sporttaschen bis hin zu einem Wellness Wochenende für zwei Personen. Deshalb haben wir uns entschlossen die Preise nicht nach den ersegelten Platzierungen zu vergeben, sondern bereits am Samstag zu verlosen. Jedes Team konnte insgesamt zwei Pakete bestehend aus mehreren Preisen gewinnen. Unsere Glücksfee Tina hatte somit alle Hände voll zu tun.

 

Nachdem die große Musikanlage, Discolichter und Nebelmaschine aufgebaut waren, verwandelte sich das Zelt in eine Disco. Den ganzen Abend wurde so wild getanzt, dass die Heizstrahler aus blieben, obwohl es außen Temperaturen unter 10 Grad hatte. Um 2 Uhr drehten wir die Musik ab und alle machten sich auf den Weg in ihren Betten.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück gab die Wettfahrtleitung um 10.30 Uhr das Signal zum Auslaufen. Zeitgleich entschied der Nebel sich komplett aufzulösen und die schwachen 2 Windstärken, die bis dahin geweht hatten, mitzunehmen. So standen um 11.30 Uhr bei wunderschönem Sonnenschein beinahe alle Boote auf dem Brombachsee. Die meisten Segler kamen sogar ganz schön ins Schwitzen, weil sie mit Temperaturen wie am Samstag gerechnet hatten.

 

Nach zwei Stunden warten und mehreren „Übungsstarts“ schoss die Wettfahrtleitung schließlich ab. Bis zur Siegerehrung hatten die meisten ihre Boote schon verladen und konnten sich vor der Abfahrt noch einmal mit Gulaschsuppe und Bionade stärken.

 

Im Großen und Ganzen kann man von einer gelungenen Generalprobe für die IDM 2009 sprechen. Dann natürlich noch mal mit doppelt so vielen Booten und entsprechend umfangreicherem Rahmenprogramm.

 

Mit freundlicher Unterstützung von